Monthly Archives: March 2004

Dinosaurier Medienindustrie

Über die Boykott-Aktion des CCC wurde ja nun in diversen Blogs viel berichtet und diskutiert. Hier mein Senf dazu:

  • In Zeiten immer geringerer Kaufkraft der Konsumenten auf der einen Seite und immer stärker steigender Preise für Ton- und Bilddatenträger auf der anderen, sinkt zwar nicht der Wunsch nach den Produkten, aber die Bereitschaft über einen gewissen Betrag hinaus dafür zu zahlen. Somit steckt man das Geld lieber in andere Dinge, denen ein höherer Wert beigemessen wird (sie 3. Punkt) und besorgt sich Musik und Filme auf anderen Wegen.
  • Für ein gutes Produkt, welches ein ausgewogenes Preis-/Leistungsverhältnis hat, ist der Kunden bereit zu zahlen. Zur Zeit jedoch sind die Preise meist völlig überzogen. Warum gehen z.B. DVD-Boxen wie Babylon 5, Indiana Jones, Herr der Ringe usw. weg wie warme Semmeln? Weil sie eben besagtes Preis-/Leistungsverhältnis bieten.
  • Inzwischen findet, gesteuert durch die Industrie, eine Inflation von Musik und Filmen statt, so dass im Auge der Konsumenten der Wert solcher Produkte nachläßt und somit die Hemmschwelle sich dies illegal zu “besorgen” sinkt. Musik ist, zumindest im Bereich des Mainstream, zum Fastfood und Kaufhausmusik verkommen. Natürlich hat es dies schon immer gegeben, aber nicht in dieser pervertierten Form.
  • Auch ist die, maßgeblich durch die Industrie geförderte, “Geiz ist geil”-Welle, nicht ganz unschuldig daran.
  • Auch wenn es schon oft gesagt wurde; der Dinosaurier Medienindustrie hat die Zeichen der Zeit verschlafen und verhält sich jetzt wie ein in die Ecke getriebenes Raubtier.
  • Traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast. Es gibt auch gegenteilige Meinungen und Untersuchungen, dass z.B. Tauschbörsen gar keinen so großen Einfluß auf die Verluste haben, sondern den Verkauf sogar förderen. Und oh Wunder die australische MI hat sogar Gewinne gemacht !
  • Im Bereich der Filmindustrie sei bemerkt, dass man sich bei Gagen in 2-stelliger Millionenhöhe für manche Schauspieler nicht wundern muss, wenn ein Film sich nicht refinanziert.
  • Durch die Kriminalisierung der Kunden schneidet die Medienindustrie die Hand ab, von der sie letztlich gefüttert wird. Der Kunde ist nicht mehr König, sondern ein Verbrecher der mit Kinderschändern, Rechtsradikalen und Terroristen in einen Topf geworfen wird.
  • Dem Kunden, der für ein Produkt viel Geld zahlt, wird durch Kopierschutzmaßnahmen quasi ein fehlerhaftes Produkt verkauft. Denn oft genug sind solche Medien selbst auf den “guten” Geräten nicht abspielbar, aber die Freaks werden sich nicht davon abhalten lassen. Der Dumme ist Otto-Normalkunde.
  • Ein Vorgehen gegen gewerbsmäßige Raubkopierer halte ich für völlig legitim. Klagen gegen die Kunden jedoch werden sich langfristig rächen.

Zensur leicht gemacht

Um Zensur zu betreiben benötigt man eigentlich keine besonderen Gesetze. Man strenge einfach eine Verleumdungsklage an und schon ist die Zensur perfekt. Die Tatsache, dass es die Spatzen schon lange von den Dächern pfeifen, dass gerade saudische Geschäftsleute und Politiker einige merkwürdige Beziehungen zu der amerikanischen Regierung und Terroristen unterhalten, ist dabei natürlich völlig unerheblich. Wobei das Vorgehen der Saudis durchaus verständlich und nachvollziehbar ist. Sie benutzen demokratische Strukturen um ihre Machenschaften zu decken. Sehr geschickt; die Waffen des Feindes gegen ihn selbst einsetzen. Es lebe die Diktatur der Demokratie.

TELEPOLIS – “Verleumdungsklagentourismus” in Sachen Terrorismus


Staatlich verordnete Musik

Gerade auf N24 gehört:
Herr Thierse, seines Zeichens Bundestagspräsident, treibt mal wieder eine neue Sau durch Deutschland. Name dieses Schweinchens ist die “Deutsche-Musik-Quoten-Sau”.
So sehr mich auch die ewige Endlosschleife aus Top-Ten-Hits nervt, so blödsinnig ist diese Forderung nach einer Quote für deutschsprachige Musik. Glaubt denn irgendjemand allen Ernstes, dass Musik, nur weil deutschsprachig, automatisch besser ist ? Eher das Gegenteil ist der Fall. Mögen so manche Songtexte auf English noch erträglich sein, weil man sie schlicht und einfach oft nicht versteht, so sind die Gleichen, auf Deutsch gesungen um einiges unerträglicher. Der einzige Effekt wird sein, dass eine Bevormundung, die der Musikindustrie, durch eine andere, die staatliche, ersetzt wird. Wobei dies, wenn ich es genauer bedenke und mir anschaue, wie der Staat der Medienindustrie nach dem Mund redet und den Arsch küsst, eigentlich nicht viel ändert.
#KOPFSCHÜTTEL#


Wahre Worte

Noch niemals hat mich auf der Straße jemand aufgefordert, für Kernwaffen Geld zu spenden. Offenbar deshalb, weil die Regierungen für Waffen stets genug Geld zur Verfügung haben. Aber unzählige Male haben mich Menschen mit Sammelbüchsen um eine Spende für Arme, Kranke, Alte und Kinder gebeten. Es mag der Phantasie jedes einzelnen überlassen bleiben, sich auf diese Ungereimtheiten einen Vers zu machen.

Sir Peter Ustinov


Textpattern – HTML in Artikeln

Seit heute Nachmittag habe ich versucht rauszufinden warum meine Seite im Internet Explorer/Win und im Safari/Mac zerdengelt ist. Die Seitennavigation “floated” nicht mehr um den Content. Nach Stunden des Rumprobierens, kurz vor dem Durchdrehen, bin ich gerade zufällig darauf gestoßen warum dies so ist. In einem Eintrag habe ich HTML-Tags verwendet und vergessen einen davon zu schließen. Also Vorsicht bei HTML-Tags in Einträgen, dies kann einem Jahre des Lebens kosten …
😉



Ich hätte gerne einen 533er

BMW ? Nein, Intel …

SPIEGEL – “Schluss mit der Gigahatz”

Künftig verkauft Intel seine Prozessoren wie ein Autohändler als 300er, 500er oder 700er. Verwirrung ist programmiert, denn jahrelang propagierte der Chiphersteller seinen Kunden, dass allein die Gigahertz zählen.

Ach nee, jetzt kommen die auch darauf, dass die Anzahl der GHz herzlich wenig über die Leistungsfähigkeit eines Prozessors/Rechners aussagt. Vielmehr die Kombination aller Komponenten ist entscheidend. Die meisten wollen einfach nicht glauben, dass ein sauber zusammengestelltes System mit “kleinem” Prozessor oft genug schneller ist als so mancher Gigaherz-Bolide von irgendwelchen Kistenschiebern. Aber versucht dies einmal den Otto-Normal-Usern klar zu machen. Die sind durch die jahrelange Gigaherz-Gehirnwäsche versaut worden.


“Clean URL” in Textpattern

Also die Sache mit den “Clean URL” ist erst einmal verschoben, bevor ich noch völlig durchdrehe. 😉
Habe seit gestern Abend versucht dies zum Laufen zu bekommen, bin aber bis jetzt gescheitert. Keiner der Tips betreffend “htaccess”-Datei, “doc_root”, usw. hat funktioniert. Habe es dann noch mit der “rewrite”-Funktion probiert, aber auch dies ging nicht. Ich denke es liegt an meiner Serverkonfiguration bei 1&1. Hat jemand von Euch auch einen “Managed”-Server bei denen und die gleichen Probleme?
Erstmal danke für Eure Unterstützung.


Ich drehe langsam durch !!!

Das mit den Clean Url`s haut einfach nicht hin !!!???
Habe genau nach Anleitung die Textfiles erstellt und die htaccess geändert. Auf der Seite werden diese Clean Url`s zwar angezeigt, aber ich bekomme immer eine 404 Error. Auch sagt mir Textpattern unter “section” :
“You are using clean URL mode, and have created a section for which there is no corresponding placeholder file in your site directory. No big deal, just create a text file (not a directory!) called about in /homepages/xx/xxxxxxxx/htdocs and paste the following code inside it:”

Verdammt habe ich aber gemacht und das doofe Teil findet sie nicht !!!
Das Forum ist leider auch nicht hilfreich. Scheine aber nicht der Einzige zu sein, der sich daran die Zähne ausbeißt …