Monthly Archives: September 2003

Extreme Photoshopping

Irgendwie hat es mir zur Zeit Photoshop angetan. Der Einstieg in das Programm ist am Anfang nicht ganz leicht, aber irgendwann läuft es wie von selbst.

Das folgende “Werk” wurde durch Herrn Ebola inspiriert. Er braucht ein Cover für eine seiner CD`s mit dem Titel “Toxic Black – 37%”. Das Cover gibt es hier zum Download

Toxic Black - 37%




c`t goes Computerbild goes GIGA

Habe gerade die neue Computersendung der Zeitschrift c`t gesehen. Man beschimpfe mich jetzt ruhig als arroganten Nerd, aber diese Sendung hätte man sich auch sparen können. Solche Formate gibt es schon länger, z.B. “Neues – Die Computershow”, die das ganze auch noch besser machen. Informationswert der c`t-Sendung ist gleich Null. Müssen aktuelle Sendungen mit dem Thema Computer eigentlich immer im “RTL2-Infotainment”-Stil gemacht werden? Von einer so renomierten Zeitschrift wie der c`t hätte ich etwas anderes erwartet. Ich hatte mich schon gefreut, die Redaktion würde die Qualität der Zeitschrift auch in das Fernsehformat umsetzen können und auch die Zielgruppe bedienen. Aber das war wohl nichts !!!





Manche Nachrichten gehen einfach unter

Manchmal frage ich mich, ob bestimmte Ereignisse schlicht unter den Teppich gekehrt werden, weil sie unbequem sind und nicht in das allgemeine politische Bild passen? Jedenfalls ist es meiner Meinung nach durchaus wichtig und erwähnenswert, wenn Israelische Piloten den Befehl zum Angriff verweigern (YAHOO). Gestern Abend habe ich auf PRO7 eine kurze Nachricht darüber gehört, danach war aber überall Funkstille. Wird hier versucht Einfluss auszuüben? Diese Befehlsverweigerung ist aus vielen Gründen bemerkenswert. Wer sich ein wenig auskennt, der weiß, dass die Luftwaffe Israels als Elite gilt, der Militärdienst in der Israelischen Gesellschaft fest verwurzelt ist und es normalerweise keinerlei Diskussion darüber gibt, ob jemand zur Armee geht oder gar einen Befehl verweigert. Dieser Vorgang zeigt, dass längst nicht jeder Israeli hinter dem steht, was dieser Kriegstreiber und Kriegsverbrecher Sharon (FTD- “Ariel Sharon” / WSWS.ORG – “Scharons Kriegsverbrechen im Libanon: eine Bilanz”) da unter den Augen und mit der Duldung der westlichen Industrienationen abzieht. Nicht das mich jemand jetzt falsch versteht; das Verhalten der Palästinenser ist auch zu verurteilen. Es kann aber nicht sein, dass die beiden Konfliktparteien mit unterschiedlichen Maßstäben gemessen werden, dabei die eine Seite verurteilt wird, während man die andere gewähren lässt.

Soldaten sind keineswegs nur Marionetten, die alle Befehle unwidersprochen ausführen. Es gibt viele Fälle in denen Soldaten sich bewusst gegen die Obrigkeit aufgelehnt haben. Man denke da an die Offiziere der Wehrmacht, die das Attentat auf Adolf Hitler geplant haben. Ebenfalls hat es im Korea-Krieg und im Vietnam-Krieg unter den Soldaten der US-Armee eine ganze Reihe solcher Fälle gegeben. Natürlich muss und kann nicht jeder Befehl hinterfragt werden. Oft erfordert es die Situation sie einfach auszuführen. Auch ich habe, als ich noch bei der Armee war, nicht alles und jedes mit meinen Soldaten ausdiskutiert. Manchmal muss ein Soldat einfach “funktionieren”. Aber bei Befehlen die große und weitreichende Folgen haben, eben z.B. ein Angriff, muss sich ein Soldat schon fragen, ob dieser rechtmäßig und für ihn vertretbar ist. Wenn er glaubt, ein Befehl sei nicht rechtmäßig, nicht mit der Menschenwürde vereinbar oder würde gar zu Kriegsverbrechen (Tötung von Kriegsgefangenen, Tötung s.g. “Nichtkombatanten”, also z.B. Hinrichtung von Zivilisten usw.) führen, dann ist es sogar seine Pflicht und die Ehre verlangt es auch, sich dagegen zu wehren !!!!! Das dies oft nicht geschieht hat viele Gründe. In vielen Fällen ergibt sich eine Art “Gruppenzwang”, der Soldat hat Angst selbst Repressalien zu erfahren und Ähnliches. Das ganze ist ein sehr schwieriges Thema, welches man nicht mit ein paar Zeilen abhaken kann.

Mir geht es mit diesem Text auch nur darum zu zeigen, wie sehr die Öffentlichkeit manipuliert wird.


Homeland (In)security

YAHOO- “Computervirus legt amerikanische Visa-Prüfstelle lahm”

Angesichts solcher Nachrichten frage ich mich doch, was von diesem ganzen “Innere Sicherheits”-Quatsch (“Homeland Security” ist ja auch nichts anderes als das, was unser Bundesüberwachungsminister abzieht, nur etwas heftiger) zu halten ist? Wenn die Typen es nicht mal schaffen ihre Systeme vor Viren usw. zu schützen, wie sieht es dann mit dem Schutz des “Vaterlandes” aus? Ich kann nur hoffen, dass diese ganzen “Big Brother” und “Little Brother” von ihren gesammelten Daten überschwemmt und durch menschliches Versagen (der schlimmste Virus sitzt ja meist vor dem Rechner) lahmgelegt werden.

Nett ist auch die Aussage (via YAHOO) von Steve Ballmer zum Thema Sicherheit.

Der beste Weg um Viren abzuwehren, bestehe nach den Vorstellungen Ballmers darin, diese “vor der Vordertür” zu stoppen, anstatt gegen diese zu kämpfen, wenn ein System bereits infiziert ist. Anstatt sich auf die Entwicklung von Lösungen zum Entfernen von Viren oder Patches zu konzentrieren müsse die Computerindustrie laut Ballmer alle ihre Kräfte einsetzen, um ein “Schild” gegen Viren, Würmer und Hackerangriffe zu entwickeln.

Da kann ich nur sagen, und das geht nicht nur in Richtung M$, hätten die sauber programmiert und wären etwas weniger arrogant zu Werke gegangen, gäbe es wesentlich weniger Probleme. Stattdessen wird der zahlende Kunde zum Beta-Tester gemacht, der ausbaden muss, was die Marketingleute und Softwareentwickler verbockt haben. Würde z.B. die Autoindustrie sich so verhalten wie die Firmen der Computerbranche, hätten die nichts anderes mehr zu tun, als irgendwelche Klagen verärgerter Kunden abzuwehren. Aber die Computerindustrie, wie auch die Medienindustrie, verhält sich so, als wäre der Kunde Bittsteller und müsse froh sein, dass er ihre Produkte benutzen darf. Auch gibt es keine andere Branche, die den Gesetzgeber quasi zum Erfüllungsgehilfen ihrer Interessen gegenüber dem Kunden macht. Solches Verhalten legt nicht einmal die Metall-, Chemie- und Autoindustrie an den Tag.